Cortisol
Cortisol ist ein Hormon, das vom Körper in Stresssituationen ausgeschüttet wird. Es hat verschiedene Funktionen, wie z.B. den Blutzuckerspiegel zu erhöhen, den Stoffwechsel anzukurbeln und Entzündungen zu hemmen. Cortisol ist wichtig für die Anpassung an Herausforderungen und die Aufrechterhaltung der Homöostase (Gleichgewicht) im Körper.
Zu viel oder zu wenig Cortisol kann jedoch gesundheitliche Probleme verursachen. Ein chronisch erhöhter Cortisolspiegel kann zu Übergewicht, Diabetes, Bluthochdruck, Osteoporose und Depressionen führen. Ein chronisch erniedrigter Cortisolspiegel kann zu Müdigkeit, Schwäche, Gewichtsverlust, niedrigem Blutdruck und einem geschwächten Immunsystem führen.
Die Cortisolproduktion wird von der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren-Achse (HPA-Achse) gesteuert. Das ist ein komplexes Netzwerk von Hormondrüsen im Gehirn und im Bauchraum, das die Stressreaktion des Körpers reguliert. Wenn der Körper Stress wahrnimmt, sendet der Hypothalamus ein Signal an die Hypophyse, die wiederum ein Signal an die Nebennieren sendet, um Cortisol freizusetzen. Wenn der Stress nachlässt, sinkt der Cortisolspiegel wieder.
Man kann den Cortisolspiegel auf verschiedene Weisen messen, z.B. im Blut, im Speichel oder im Urin. Die Werte können je nach Tageszeit, körperlicher Aktivität und psychischem Zustand schwanken. Ein normaler Cortisolspiegel liegt zwischen 10 und 20 Mikrogramm pro Deziliter (µg/dL) am Morgen und zwischen 3 und 10 µg/dL am Abend.






