Diabetes Typ 2

Diabetes mellitus Typ 2 ist eine Zuckerstoffwechselerkrankung, der eine Insulinresistenz zugrunde liegt. Hierbei verlieren die Körperzellen immer mehr ihre Empfindlichkeit für das Hormon Insulin, das von der Bauchspeicheldrüse ausgeschüttet wird. Zusammen mit einer gestörten Insulinfreisetzung im Körper, führt es zu einem Anstieg des Blutzuckerspiegels!
Ein Typ 2-Diabetes tritt meistens im Erwachsenenalter auf und wurde im Volksmund daher früher auch als „Altersdiabetes“ bezeichnet. Heute hat sich diese Form der Zuckererkrankung zu einer echten Volkskrankheit entwickelt, die leider zunehmend auch immer jüngere Menschen betrifft. Erfahren Sie hier alles Wichtige zum Thema!
Das passiert bei Diabetes mellitus Typ 2
Diabetes Typ 2 ist eine echte Volkskrankheit! In Deutschland leben mehr als 8,5 Millionen Diabetiker und ca. 95 % davon sind Typ-2-Diabetiker. Die Dunkelziffer wird weitaus höher vermutet.
In den vergangenen Jahrzehnten ist die Anzahl der Patientinnen und Patienten signifikant angestiegen! Ein Hauptgrund hierfür ist der moderne Lebensstil in den westlichen Industrienationen. Während früher vor allem Menschen ab dem 60. Lebensjahr an Diabetes Typ 2 erkrankten, betrifft diese Form der Zuckerkrankheit heute zunehmend auch Jugendliche und junge Erwachsene, in seltenen Fällen sogar Kinder! Ein starkes Übergewicht und akuter Bewegungsmangel gelten als Hauptrisikofaktoren für die Entstehung der Krankheit. Wobei es auch eine starke genetische Komponente gibt. Die Wahrscheinlichkeit einen Diabetes Mellitus Typ 2 zu entwickeln, liegt bei ca. 50%, wenn ein Elternteil bereits erkrankt ist. Die frühere Namensbezeichnung „Altersdiabetes“ entspricht zunehmend nicht mehr der Realität.
Diabetes Typ 2 ist eine Stoffwechselerkrankung, die charakteristischerweise mit einem erhöhten Blutzuckerspiegel verbunden ist. Diese Form der Zuckerkrankheit entsteht schleichend und ist zum einen bedingt durch eine verminderte Empfindlichkeit der Zellen gegenüber dem Hormon Insulin. Mediziner sprechen in diesem Zusammenhang von einer Insulinresistenz.
Zum anderen führt eine jahrelange Insulin-Überproduktion zu einer „Ermüdung“ der insulinproduzierenden Beta-Zellen der Bauchspeicheldrüse und infolgedessen kann nicht mehr ausreichend Insulin für den erhöhten Bedarf zur Verfügung gestellt werden.
Im ICD-10, dem internationalen Krankheitsverzeichnis, findet sich Diabetes Typ 2 im Kapitel „Endokrine Ernährungs- und Stoffwechselkrankheiten“ unter den Nummern E11-E11.91.
Warum ist Insulin so wichtig?
Das Hormon Insulin ist für den Körper des Menschen von lebenswichtiger Bedeutung.
Zum einen hat es die Aufgabe, die Glucose, also den Zucker aus dem Blutkreislauf in die Körperzellen zu schleusen, damit diese ihn für die Energiebereitstellung nutzen können. Genau diese Aufgabe gelingt bei einer vorliegenden Insulinresistenz nur noch unzureichend und der Zucker reichert sich im Blut an.
Zum anderen spielt Insulin auch für die Verwertung von Aminosäuren sowie für den Fettstoffwechsel eine wichtige Rolle.
Glukose ist einer der bedeutendsten Energielieferanten für den menschlichen Organismus! Insbesondere unser Gehirn ist auf eine konstante Glukoseversorgung angewiesen, um einwandfrei funktionieren zu können. Doch auch die Fett- und Muskelzellen decken ihren täglichen Energiebedarf durch Glukose ab.
Aus diesem Grund ist der Organismus des Menschen stets bemüht, auf einen ausreichenden Glukosevorrat im Blut zu achten. Diese Zuckerkonzentration im Blut, also der Blutzuckerspiegel, schwankt normalerweise im Verlauf des Tages. Bei gesunden Menschen liegt er in einem Bereich zwischen 80 und 120 mg/dl (Milligramm pro Deziliter).
Über die tägliche Nahrungsaufnahme gelangt neue Glukose ins Blut. Damit die Zellen diese auch aufnehmen und für sich verwerten können, braucht es das Insulin. Dieser Botenstoff wird in bestimmten Zellen, den sogenannten Beta-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) produziert. Nach einer Mahlzeit setzt die Bauchspeicheldrüse das gebildete Insulin in den Blutkreislauf frei. Das Hormon dockt daraufhin an bestimmte Zellrezeptoren an und sorgt somit dafür, dass die Zellmembran die Nahrungsglukose in das Zellinnere hineinlässt.
Ohne dieses Hormon würde die Glukose also im Blutkreislauf verbleiben und die Körperzellen könnten nicht mit ausreichend Energie versorgt werden. Die Folge: Ein bedrohlich ansteigender Blutzuckerspiegel!
Typ 1- vs. Typ-2-Diabetes
Diabetes Typ 1 ist eine Autoimmunerkrankung: Hier ist das körpereigene Abwehrsystem gestört und produziert Antikörper, die sich gegen die insulinbildenden Zellen der Bauchspeicheldrüse richten. Die Folge ist ein absoluter Insulinmangel! Weshalb es zu dieser Autoimmunreaktion kommt, ist noch nicht abschließend geklärt. Menschen, die an dieser Form der Zuckerkrankheit leiden, müssen ihr gesamtes Leben lang Insulin spritzen (Insulinsubstitution), um den Blutzuckerspiegel gut kontrollieren zu können. Häufig entsteht die Erkrankung bereits im Kindes- bzw. im Jugendalter.
Demgegenüber ist Diabetes Typ 2 eine Stoffwechselerkrankung, der eine Insulinresistenz zugrunde liegt. Das heißt, dass die Zellen immer weniger auf das Hormon Insulin ansprechen, bis sie schließlich irgendwann vollkommen unempfindlich, also resistent dagegen werden. Das Insulin schafft es nicht mehr, den Zucker in die Körperzellen zu transportieren. Infolgedessen steigt der Blutzuckerspiegel an. Zu Beginn der Erkrankung reichen noch Maßnahmen wie sportliche Betätigung, eine Gewichtsreduktion sowie die Einnahme oraler Antidiabetika aus. Im weiteren Verlauf kann eine Insulinbehandlung erforderlich sein.
Prädiabetes – das Vorstadium einer Diabeteserkrankung
Beim Prädiabetes handelt es sich um eine Vorstufe der Zuckerkrankheit. Die Blutzuckerwerte liegen leicht über dem Normbereich, jedoch noch unterhalb der Grenze zu einer Typ-2-Erkrankung. Menschen mit einem Prädiabetes haben ein erhöhtes Risiko, an einem Typ-2-Diabetes zu erkranken. Wissenschaftliche Forschungsstudien zeigen jedoch auf, dass die Betroffenen manchmal auch wieder zu normalen Blutzuckerwerten zurückkehren können.
Ob überhaupt und zu welchem Zeitpunkt sich ein Prädiabetes zu einer echten Zuckererkrankung entwickelt, ist abhängig von vielen verschiedenen Faktoren. Zusätzlich zum Lebensalter spielen auch die Lebensgewohnheiten eine zentrale Rolle, so etwa eine gesunde Ernährungsweise, ein ausgeprägter Bewegungsmangel oder Nikotinkonsum.
Symptome
Wann es zu welchen Krankheitssymptomen kommt, hängt vor allem davon ab, wie weit die Diabeteserkrankung bereits fortgeschritten ist. Zu Beginn zeigen sich noch keine konkreten Anzeichen.
Im weiteren Verlauf können dann folgende Symptome auftreten:
Starkes Durstgefühl
Häufiges Wasserlassen
Abgeschlagenheit, Mattigkeit und starke Erschöpfung
Gewichtsabnahme, Wachstumsstörungen und Bettnässen bei Kindern
Schwindelattacken
Hauttrockenheit
Juckreiz
Appetitlosigkeit im Wechsel mit Hungerattacken
Muskuläre Krämpfe
Nervenerkrankungen
Libidoverlust
Wechselnde Sehstärke und Verschlechterung der Sehkraft
Verminderte Wundheilung vor allem an den Füßen
Bauchschmerzen und Übelkeit
Harnwegsinfektionen
Erhöhte Infektanfälligkeit
Entzündung des äußeren Gehörgangs
Psychische Veränderungen wie etwa ein aggressives Verhalten
Verminderte Fruchtbarkeit und menstruelle Störungen bei Frauen.
Zu Beginn verläuft eine Typ-2-Erkrankung noch vollkommen beschwerdefrei. In den meisten Fällen wird die Zuckerkrankheit im Rahmen einer Routineuntersuchung diagnostiziert. Viele Typ-2-Diabetes-Betroffene haben jedoch eine so geringe Symptomatik, dass sie keine konkrete Veranlassung für einen Arztbesuch sehen. Das führt meistens dazu, dass die Erkrankung spät erkannt wird, nicht selten erst dann, wenn es bereits zu Folgeschäden gekommen ist.
Verlauf
Diabetes Typ 2 ist eine fortschreitende Erkrankung. Ist der Blutzuckerspiegel dauerhaft erhöht, kann es zu einer Nerven- und Blutgefäßschädigung kommen. Infolgedessen steigt die Entstehungsgefahr für Folgekrankheiten wie zum Beispiel Schlaganfall, Herzinfarkt oder Durchblutungsstörungen an Beinen und Füßen. Auch Nierenfunktionsstörungen, Augenkrankheiten oder Empfindungsstörungen können auftreten.
Ob ein Typ-2-Diabetes geheilt werden kann, ist stark abhängig vom Verhalten der betroffenen Person. Es braucht unbedingt eine Bereitschaft zur Lebensstiländerung, das bedeutet eine gesündere Ernährungsweise sowie mehr Bewegung im Alltag. Solche allgemeinen Maßnahmen sowie die Einnahme von Diabetes-Medikamenten helfen in den meisten Fällen, das weitere Fortschreiten der Krankheit zu bremsen und mögliche Komplikationen vorzubeugen.
Je besser es gelingt, den Blutzuckerspiegel zu senken und somit vor allem Gefäß- und Nervenschäden zu vermeiden, desto geringer ist auch das Risiko für gefährliche Folgeerkrankungen.
Darüber hinaus ist es sehr wichtig, dass Typ-2-Diabetiker regelmäßige Kontrolluntersuchungen bei ihrer behandelnden Ärztin bzw. ihrem Arzt wahrnehmen. Auf diese Weise kann ein ungünstiger Krankheitsverlauf frühzeitig erkannt werden und die Diabetesbehandlung lässt sich entsprechend anpassen.
Ursachen und Risikofaktoren
Mittlerweile sind Medizinern und Forschern verschiedene Risikofaktoren bekannt, die zur Entstehung dieser Krankheitsform führen können. Hierbei differenzieren die Experten zwischen beeinflussbaren Risikofaktoren sowie nicht beeinflussbaren.
Grundsätzlich geht man aktuell davon aus, dass Diabetes Typ 2 durch ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren entsteht.
Beeinflussbare Risikofaktoren einer Typ-2-Diabeteserkrankung
Auf diese Risikofaktoren haben die Betroffenen einen entscheidenden Einfluss. Minimiert man diese Faktoren, lässt sich dadurch effektiv einer Diabeteserkrankung vorbeugen. Auch Menschen, die bereits zuckerkrank sind, sollten aktiv diese Risikofaktoren bekämpfen, denn auf diese Weise lassen sich gefährliche Folgeerkrankungen und Komplikationen oftmals verhindern.
Übergewicht
Die überwiegende Anzahl der Typ-2-Diabetiker ist übergewichtig oder sogar adipös (fettleibig). Auch wenn das zu hohe Körpergewicht allein nicht die Ursache der Erkrankung ist, so ist es doch ein zentraler Risikofaktor. Übergewicht begünstigt die Entstehung der Zuckerkrankheit, denn Fettgewebe – und vor allem viszerales Fett am Bauch – setzt hormonelle Botenstoffe frei, die eine Insulinresistenz fördern.Metabolisches Syndrom
Das metabolische Syndrom ist ein Komplex aus unterschiedlichen Erkrankungen, nämlich aus einer abdominellen Adipositas (bauchbetonte Fettleibigkeit), erhöhten Blutfettwerten (Hyperlipidämie), Bluthochdruck (Hypertonie) sowie einer Zuckerstoffwechselstörung (Insulinresistenz). Das metabolische Syndrom ist nicht nur ein bedeutender Risikofaktor für Diabetes Typ 2, sondern auch für andere Krankheiten wie Schlaganfall oder Herzinfarkt.Bewegungsmangel
Zu wenig körperliche Aktivität wirkt sich negativ auf die Energiebilanz aus. Wer sich ausreichend im Alltag bewegt, verbrennt mehr Kalorien und unterstützt auf diese Weise ein gesundes Gewichtsmanagement. Das spiegelt sich auch in einem gesunden Blutzuckerspiegel wider.
Weitere Risikofaktoren sind:
Nikotinkonsum
Zuckerreiche und ballaststoffarme Ernährungsweise
Bestimmte Medikamente, die den Zuckerstoffwechsel des Körpers negativ beeinträchtigen wie etwa Antidepressiva, Diuretika (harntreibende Mittel), Blutdrucksenker oder Verhütungspräparate.
Nicht beeinflussbare Risikofaktoren
Genetische Veranlagung
Es gibt eine genetische Prädisposition für einen Typ-2-Diabetes. Wenn nahe Familienangehörige wie zum Beispiel Eltern oder Geschwister daran erkrankt sind, so ist die Wahrscheinlichkeit deutlich höher, selbst an Diabetes zu erkranken. Bei einem vorhandenen familiären Risiko sollte anderen Faktoren wie den Lebensgewohnheiten und dem Essverhalten innerhalb einer Familie besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden.Lebensalter
Mit fortschreitendem Lebensalter steigt das Risiko für eine Diabetes-Typ-2-Erkrankung, denn die Wirkung des Insulins lässt im Alter nach.Hormonell bedingte Erkrankungen
Endokrinologische Krankheiten wie zum Beispiel das polyzystische Ovarialsyndrom (PCOS) können ebenfalls einen Diabetes mellitus Typ 2 begünstigen.
Therapie
Die Basistherapie einer Typ-2-Diabeteserkrankung heiß: Gesünder leben!
Sofort nach der Diagnose sollten die Betroffenen für entsprechende Veränderungen in ihren alltäglichen Verhaltensweisen sorgen. An oberster Stelle steht eine gesunde Ernährung mit viel frischem Gemüse, gesunden Ballaststoffen und den Verzicht auf Zucker. Anschließend geht es um ein gesundes Gewichtsmanagement und mehr Bewegung im Alltag.
All diese Maßnahmen tragen wesentlich dazu bei, dass sich die Insulinwirkung wieder verbessert. Befindet sich die Diabeteserkrankung noch einem Frühstadium, können solche Lebensstilveränderungen sogar dazu führen, dass die Diabeteserkrankung wieder rückgängig gemacht wird.
Gleichzeitig sollten die Betroffenen auf das Rauchen verzichten, denn das senkt zudem auch die Gefahr für die Entstehung von Herz-Kreislauf-Krankheiten.
Gewicht reduzieren
Starkes Übergewicht gehört zu den Hauptrisikofaktoren dieser Erkrankung. Besonders gefährlich ist dabei das Bauchfett, denn hierbei handelt es sich um hormonell aktives Gewebe. Eine Gewichtsreduktion ist daher von zentraler Bedeutung, um die Insulinresistenz zu verbessern. Das Abnehmen kann in manchen Fällen genauso wirksam sein wie die Einnahme oraler Medikamente. Die individuellen Gewichtsziele sollten immer gemeinsam mit der behandelnden Ärztin oder dem Arzt besprochen werden.
Ernährungstherapie bei Diabetes Typ 2
Setzen Sie im Rahmen Ihrer Hauptmahlzeiten auf eine ballaststoffreiche und sättigende Kost mit einer richtig dosierten Proteinmenge. Kombinieren Sie dabei ausgewogen pflanzliche Eiweißquellen wie etwa Hülsenfrüchte mit tierischen Eiweißlieferanten wie Fisch, mageres Fleisch und Milchprodukte.
Essen Sie reichlich Gemüse.
Essen Sie achtsam und genießen Sie jeden einzelnen Bissen.
Mediterrane Diät, im Rahmen derer Olivenöl und Nüsse eine wichtige Rolle spielen.
Sorgen Sie für regelmäßige Mahlzeiten und machen Sie dazwischen mehrstündige Essenspausen. Besonders effektiv ist auch das Intervallfasten, denn in den Essenspausen kann der Körper die Fettverbrennung steigern. Vermeiden Sie daher Snacks und Zwischenmahlzeiten.
Trinken Sie viel, und zwar hauptsächlich Wasser sowie ungesüßte Tees. Kalorienhaltige Getränke wie Limonaden oder Energydrinks sind tabu.
Kohlenhydrate sollen vor allem in Form von Vollkornprodukten auf Ihren Tisch kommen. Vollkornbrot, Vollkornreis sowie Vollkornnudeln sind Weißmehlprodukten definitiv vorzuziehen. Hafer ist in puncto Blutzuckersenkung ein besonders wertvolles Getreide. Der enthaltene Ballaststoff senkt nachweislich den Blutzuckerspiegel und verbessert auch wieder die Empfindlichkeit der Zellen für das Insulin. Probieren Sie mal eine 2-tägige Haferkur aus und lassen Sie sich hierzu von Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt beraten.
Verzichten Sie auf Fertiggerichte und Fast Food, denn diese stecken voller versteckter Zucker sowie ungesunden Fetten.
Verzichten Sie auf Alkohol und Nikotin. Vor allem Alkohol ist eine große Kalorienfalle und hemmt zudem eine effektive Fettverbrennung.
Bewegungstherapie bei Diabetes Typ 2
Gerade bei einer Diabetes-Erkrankung ist regelmäßige Bewegung besonders wichtig. Durch körperliche Aktivität kann die Insulinempfindlichkeit verbessert werden, weil die Muskeln dafür sorgen, dass mehr Zucker verbrannt wird. Daraufhin sinkt der Blutzuckerspiegel ab. Darüber hinaus hat körperliche Aktivität positive Auswirkungen auf das Herz-Kreislauf-System, die Blutfettwerte und auch auf die mentale Gesundheit.
Hier geht es nicht darum, dass Diabetiker Hochleistungssport treiben müssen, sondern vielmehr um eine moderate, aber konsequente Aktivität im Alltag. Diabetes-Erkrankten wird empfohlen, eine mittlere bis intensive körperliche Aktivität, insbesondere eine Kombination aus aerobem Ausdauertraining und Krafttraining, von mindestens 150 Minuten in der Woche durchzuführen, sofern keine medizinischen Einwände dagegen bestehen. Aber auch schon 1000 zusätzliche Schritte am Tag haben einen positiven Effekt. Ein zügiger Spaziergang ist hier also bereits vollkommen ausreichend, um den Blutzuckerspiegel zu senken.
Regelmäßige Aktivität hilft darüber hinaus in Kombination mit einer entsprechend angepassten Ernährungsweise Übergewicht zu senken. Am Anfang sollten Diabetiker zuerst mit der behandelnden Ärztin oder dem Arzt Rücksprache halten, um das geeignete Aktivitätslevel festzulegen.
Medikamentöse Behandlung bei Typ-2-Diabetes
Bei Typ-2-Diabetes kommen zusätzlich zur körperlichen Aktivität und einer entsprechenden Ernährung oftmals speziellen Medikamente, so genannte Antidiabetika zum Einsatz, um den Blutzuckerspiegel zu senken.
In den meisten Fällen werden solche Medikamente dann verschrieben, wenn der Blutzuckerspiegel trotz einer adäquaten Ernährungsumstellung, regelmäßiger Bewegung und einer Gewichtsreduktion innerhalb von drei bis sechs Monaten nicht ausreichend abgesenkt werden konnte.
Mediziner verschreiben hier häufig das blutzuckersenkende Arzneimittel Metformin. Falls aus medizinischen Gründen dieses Präparat nicht verschrieben werden kann, gibt es noch weitere moderne Antidiabetika.
Das können Sie selbst bei Diabetes Typ 2 tun
Um einem Diabetes Typ 2 vorzubeugen, ist es wichtig, auf ein normales Körpergewicht, ausreichend Bewegung sowie eine gesunde Ernährung zu achten.
Insbesondere dann, wenn noch keine Diabeteserkrankung vorliegt, jedoch bereits eine gestörte Glukosetoleranz (Prädiabetes), sollten die Betroffenen auf eine gesunde Lebensführung achten. Zudem ist es wichtig, regelmäßige Kontrolluntersuchungen beim Arzt wahrzunehmen, damit ein Diabetes rechtzeitig erkannt und richtig behandelt werden kann.
Quellenangaben
https://www.bundesgesundheitsministerium.de/themen/praevention/gesundheitsgefahren/diabetes.html
https://www.diabinfo.de/leben/typ-2-diabetes.html
https://www.diabetesstiftung.de/diabetes-was-ist-das-eigentlich
https://flexikon.doccheck.com/de/Diabetes_mellitus_Typ_2#Typ-2-Diabetes_.28ADA_Klasse_2.29
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